Sermoneta liegt hoch in den Lepini-Bergen und hat den Charme einer der eindrucksvollsten mittelalterlichen Ortschaften Latiums bewahrt. Ihre Ursprünge gehen auf die von Vergil erwähnte, antike römische Siedlung Sulmo zurück, die im 1. Jahrhundert n. Chr. unterging. 

Im Mittelalter wurde der Ort zum Lehen der Familie Annibaldi, die die Schutzmauer und den Turm Torre del Maschio errichten ließ. Dieser wurde in späterer Zeit durch die Familie Caetani restauriert, nachdem Papst Bonifatius VIII. das Lehen im Jahr 1297 erworben hatte. 

Unter dieser mächtigen Familie verwandelte sich Sermoneta in eine herrschaftliche Residenz der Renaissance und wurde ein bedeutendes Wirtschafts- und Kulturzentrum. In seinen steinernen Gassen, Werkstätten und Loggien scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. 

Bei einem Spaziergang innerhalb seiner Mauern erlebt man regelrecht die Geschichte von Künstlern und Mäzenen wie Girolamo Siciolante, genannt „il Sermoneta”, und dem Choreografen Fabrizio Caroso, die den Ruhm des Ortes an die Höfe Europas trugen. 

Heute ist die Altstadt ein Freilichtmuseum, in dem jeder Blickwinkel von Jahrhunderten der Kunst und Macht erzählt. Norma – (idem)

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